: Nach dem Ende eines Monats schreibe ich auf, was mich in den vergangenen Wochen beschäftigt hat, was ich gelesen und gehört habe und weiterempfehlen möchte, woran ich arbeite und was ich bemerkenswert gefunden habe.

Den Vorspann für meine Monatsnotiz müsste ich für den folgenden Text ändern: Nach dem Ende von sechs Monaten schreibe ich auf, was mich in den vergangenen Wochen beschäftigt hat… Es hat mit Veränderungen in meinem Berufsleben und daraus resultierender Arbeit zu tun, dass es hier etwas ruhiger geworden ist in den vergangenen Monaten. Zum Jahresende/-anfang möchte ich ein paar Themen noch einmal aufgreifen.

Berufliche Veränderung

Als ich Ende Juni hier meine letzten Monatsnotizen geschrieben habe, wusste ich bereits, dass sich Grundlegendes in meinem beruflichen Leben ändern würde, und hatte es damals auch schon angedeutet: Zu Ende August haben wir, mein Geschäftspartner Marcus Flatten und ich, unsere Agentur „Mann beißt Hund“ nach knapp 25 Jahren geschlossen. Wir haben über die Hintergründe für das Online-Magazin wissenschaftkommunikation(.)de einen Beitrag verfasst. 

Vor längerer Zeit hatte ich einmal beschlossen, in meinen Monatsnotizen nicht mehr über berufliche Themen zu schreiben. Ab jetzt kann ich mir das wieder vorstellen. Meine Person und Arbeit rücken wieder enger zusammen. Nach den vielen Jahren als Co-Geschäftsführerin einer Agentur habe ich mich für eine Solo-Selbständigkeit entschieden. Solo heißt dabei nicht, dass ich nur noch alleine arbeiten möchte, sondern erst einmal, dass ich wirtschaftlich nur noch für mich verantwortlich bin. Dabei möchte ich immer wieder auch mit anderen kooperieren, in bewährter Zusammenarbeit mit Marcus Flatten und mit Partnern aus verschiedenen Bereichen. Die Konstellationen werden sich je nach Projekt neu zusammenstellen. Es steht noch keine ausgearbeitete Strategie, sondern ich werde das neue Jahr nutzen, um neue Modelle zu erproben, Informationen und Erfahrungen zu sammeln. In jedem Fall werde ich meinen Themen treu bleiben. Ich freue mich darauf. Die vergangenen Monate mit meinen ersten neuen Projekten haben mich in unserer / meiner Entscheidung bestätigt und mir Lust auf diese neue Form der Arbeit gemacht.

Dennoch: Das Ende von Mann beißt Hund war ein harter Schnitt, für alle, die diese Agentur ausgemacht haben. Es war zudem für mich nach dem vorvergangenen Jahr ein weiteres Jahr des Abschieds, wenn auch ganz anderer Art. Ein weiteres Mal ausräumen, nach dem Elternhaus nun die Agentur, wieder die Frage: Was aufbewahren, wer nimmt was, was kann ganz weg? (Ich hörte oft den Song dazu: Eucalyptus von The National). Die Fotos und Gegenstände haben mich und uns noch mal auf eine Reise durch fast 25 Jahre Agenturgeschichte geschickt. Das hatte gute und schöne Momente und hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie sehr wir uns in den Jahren auch immer wieder verändert haben. 

Als ich im Sommer des vorletzten Jahres mit meinen Geschwistern mein Elternhaus ausräumen musste, habe mir gleich mehrere Menschen den Text der Pädagogin Christina Erdmann empfohlen, die in der Süddeutschen Zeitung über ihr Buch zum Thema spricht. Ihre Ratschläge hatten wir als Geschwister ohne den Text zu kennen damals befolgt. Jetzt haben sie sich erneut bewährt. Am Ende waren die wichtigen Gegenstände aus der langen Zeit in einer Kiste, aber ich weiß: Es sind die wichtigen.

Medieninitiative: # UseTheNews

Eines meiner neuen Projekte ist die Koordination und Beratung im Auftrag des Westermann-Verlags für die Medienkompetenz-Initiative #UseTheNews, initiiert von der dpa. Westermann ist einer der Partner. sensibilisiert junge Menschen für die Bedeutung von Journalismus, klärt sie über Desinformation auf und informiert darüber, was den Wert von Nachrichten ausmacht. Ich halte es für einen guten Ansatz, auf Produzent:innenseite von jungen Journalistinnen und Creators zu lernen, wie Menschen sich heute informieren, wie sie kommunizieren. Das ist kein Anbiedern, weil das Interesse ernsthaft ist:  eine vorurteilsfreie Beobachtung mit dem Ziel, herauszufinden, wie Information auf Social Media mit dem grundsätzlichen Anspruch von Journalismus vereinbar ist und wie junge Menschen erreichbar sind. Ein Dilemma bleibt dabei nicht aus: Der Journalismus für junge Menschen holt sie bei Instagram, TikTok und Snapchat ab – Plattformen, die den Medien im Kampf um die Aufmerksamkeit mehr und mehr das Wasser abgraben. Es sind zudem Plattformen, deren Eigentümer sich journalistischen Kriterien in keiner Weise verpflichtet sehen. 

Mehr über die Initiative, Erfahrungen und Anregungen für die Schule ist in den zwei Veröffentlichungen zu lesen, die gerade erschienen sind: Whitepaper Bildung und Whitepaper Journalismus.

Mythen des Lesens 

Nicht nur junge Menschen lesen weniger oder gar keine Zeitung und weniger Bücher – Lesen im klassischen Sinne eines Vertiefens in ein Buch scheint insgesamt für immer weniger Menschen attraktiv zu sein. Viele nennen als Grund: „Keine Zeit“. Rückblickend auf die letzten vier Monate habe auch ich mich gleich angesprochen gefühlt von dem Text: „Ich habe keine Zeit zu lesen. Warum Lesen als lebensverlängernde Maßnahme gelten kann.“ von Anna Kretzschmar-Schmid. Er ist Teil der Sammlung von Essays „Mythen des Lesens. Über eine Kulturtechnik in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels“, die im Herbst erschienen ist und als Download frei zur Verfügung steht. Die Veröffentlichung enthält weitere sehr interessant Beiträge, unter anderem über einsames und gemeinsames Lesen, die Frage, ob Lesen glücklich macht, ob wir Städte lesen können und wie sich auditives von visuellem Lesen unterscheidet. (herausgegeben von Dominik Achtermeier und Lukas Kosch).

Interessant am Text zum Zeitmangel zur Ursachenforschung fand ich die Beobachtung der Autorin, dass das „kurzfristigen Suchen nach Neuigkeiten“ in vielen Situationen das „sogenannte deep reading“ ablöse, „das Vertiefen und Eintauchen in einen Text“. Über Social Media finden wir jederzeit Neuigkeiten. Etwas ganz anderes geschieht, wenn wir uns auf Texte wirklich einlassen:

Beim konzentrierten Lesen begeben sich die Lesenden tief in ihre mentalen Repräsentationen hinein und werden so als Subjekt mit eigenen Erfahrungen, Wissensbeständen und Emotionen zum Resonanzraum (embodiment). Anna Kretzschmar-Schmid in „Mythen des Lesens“, S. 166

Das „deep reading“ setzt eben nicht nur die Zeit voraus, sondern auch entsprechende mentale Kapazitäten. Gleichzeitig ist es natürlich das weitaus attraktivere Lesen, weil es das Denken und die Wahrnehmung von Welt in ganz anderer Weise beeinflusst.

Anna Kretzschmar-Schmidt betont darüber hinaus auch das lebensverlängernde Potential des Lesens. Ich bin immer immer eher skeptisch zu lesen, was alles mein Leben verlängern könnte, aber es ist natürlich plausibel: 

Das Buchlesen erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Text und regt kognitive Prozesse an, fördert somit also die geistige Beweglichkeit und weckt bei literarischen Texten Empathie mit den Figuren (siehe z.B. Kidd/Castano 2013). Dadurch werden wiederum die soziale Wahrnehmung und die emotionale Intelligenz stimuliert, zwei Faktoren, die durchaus ein längeres Leben begünstigen können (vgl. Starostzik 2016). 

Die abschließenden „5 Tipps zur Steigerung der literarischen Lesezeit“ sind vermutlich gar nicht so neu, aber ich nehme sie als guter Reminder mit in mein neues Jahr – ich habe ein Faible für gute Vorsätze:

  • Haben Sie immer etwas Lesbares dabei (ich ergänze: damit ist nicht das Smartphone gemeint)
  • Make it a habit: Auch Lesen darf im Kalender stehen
  • Kaufen Sie sich Bücher, die Sie wirklich interessieren!
  • Schenken Sie freiwerdende Zeit nicht gleich dem Smartphone.
  • Die Kraft der Rituale: Zelebrieren Sie Ihre Lesezeiten.

Nachtrag: Ich habe über Google Notebook LM aus dem open-access-PDF eine Zusammenfassung erstellt, die ich hier anbiete. In gut 18 Minuten unterhalten sich zwei KI-Moderator*innen über die Sammlung von Texten. Wer also nicht so gerne liest, kann sich die Mythen des Lesens auch anhören. Ich habe auch den Versuch unternommen, die Unterhaltung auf deutsch zu generieren, die Tonqualität ist aber mit vielen Störern noch nicht akzeptabel. Wer das auch mal probieren möchte: Bei Digitale Profils gibt es ein sehr gutes, verständliches Tutorial.

„After Woke“ von Jens Balzer

Mein Stapel ungelesener Bücher ist hoch, und doch habe ich mir zu Ende des Jahres das kleine Buch, mit dem ich meine Lesepause beendet habe, hinzugekauft und als erstes gelesen. Es ist der Band von Jens Balzer, „After Woke“ – seit Monaten im Gespräch und auf meiner inneren Liste. Zu Recht, kann ich nach der Lektüre bestätigen.

Jens Balzer hat mit seinem Essay eine Aufarbeitung des mehr als irritierenden Schweigens vieler Menschen nach dem Terror des 7. Oktobers 2023 geliefert. Menschen, die sich als „woke“ und „aware“ geben, nach den furchtbaren Massakern der Terrororganisation Hamas aber jegliche Form von Mitgefühl gegenüber den jüdischen Opfern vermissen ließen und stattdessen mit „klirrender Kälte“, im schlimmsten Fall sogar mit einer unerträglichen Glorifizierung der Gräueltaten darauf reagiert haben. Als „moralischen Bankrott“ einer woken Linken bezeichnet Balzer diese für ihn (und viele andere, mich eingeschlossen) unerklärliche Reaktion. Sein Essay geht den Ursachen auf den Grund, benennt den sich offenbarenden linken und muslimischen Antisemitismus und spart an keiner Stelle mit der notwendigen Kritik und Anklage. 

Doch dabei bleibt es nicht, und genau das rettet den Text für die nicht zulässige Vereinnahmung von woke-feindlicher, konservativer und reaktionärerer Seite. Jens Balzers führt den Begriff woke auf seine Ursprünge zurück, will die damit verbundene Haltung nicht nur retten, sondern sie für unsere Gesellschaft vehementer denn je einfordern. Dabei greift er auf die ursprüngliche Geschichte des Begriffs zurück und bezieht sich unter anderem auf die US-amerikanische Soulsängerin Erykah Badu, in deren Songtexten er eine Maxime für die gesellschaftliche Verständigung in einer liberalen Demokratie erkennt: 

Man soll niemals aufhören, das eigene Verständnis der Welt, die eigenen Ansichten zu überprüfen; man soll auf die Ansichten anderer Menschen hören, aber diese nicht ungeprüft übernehmen, und das heißt: Man kommt nur zu einem »wachen« Verständnis der Welt und zu einem gesellschaftlichen Miteinander, wenn man im stetigen Austausch mit allen anderen Menschen bleibt und die eigenen Ansichten einer stetigen Selbstkritik unterzieht – sprich: wenn man selber in Bewegung bleibt. (Seite 29)

Das reicht über den Konflikt in Nahost und seine Verarbeitung im Westen hinaus. Jens Balzer entwirft ein Gegenmodell zu allen populistischen und unterkomplexen Strömungen, die sich in Politik und Gesellschaft aktuell zunehmend durchzusetzen scheinen, auf linker wie auf rechter Seite. Wiederholt wendet er sich gegen binäres Denken, Schwarz-Weiß-Muster, gegen die Inkonsistenz einiger identitätsorientierter Vorstellungen von Kultur. 

„After Wolke“ ist damit für mich der Text des Jahres 2024, den ich als Begleitung in das neue Jahr mitnehme und empfehle. Was ihn lesenswert macht ist neben der klaren Haltung die kluge Argumentation, eine verständliche, deutliche und unmissverständliche Sprache sowie die auf den wenigen Seiten erstaunlich fundierte Herleitung der Ausführungen durch so elegante Verbindungen wie die von Texten schwarzer Musikerinnen mit Elementen der Diskursethik von Habermaas.

Podcasts

Podcast-Empfehlungen

Ähnlich wie beim Lesen: die Liste ungehörter Episoden gleicht nicht ganz, aber doch fast dem Stapel ungelesener Bücher. Dass es so eine Liste überhaupt gibt, verdanke ich unter anderem Alexander Matzkeit, Host des Podcast von epd-Medien, der in seinem Blog nicht nur immer wieder Podcasts empfiehlt, unter anderem in seinen Jahresrückblicken, sondern auch über die Entstehung eigener Produktionen schreibt.

Durch die Gegend 

Wer es noch nicht mitbekommen haben sollte: Durch die Gegend ist zurück, der Podcast, in dem Christian Möller sich beim Spazierengehen mit interessanten Menschen unterhält. Als Fan erster Stunden habe ich mich gefreut.

Science S*heroes

Die Podcasterinnen Christiane Attig und Rebecca Moltmann sprechen in diesem Podcast mit Wissenschaftler*innen über ihren Werdegang und ihre Forschungsthemen – und vermitteln dabei durch die Vielfalt ihrer Gesprächspartner*innen deren diverse Perspektiven auf und in der Wissenschaft. Ich mag die Gesprächsführung der beiden, den Ansatz, mit den Gäst*innen Role Models vorzustellen und das Eintauchen in die vielen spannenden Themen, die sie mitbringen. Eingestiegen bin ich über die Folge mit Psychologin Isabell Winkler, die über das spannende Thema der individuellen Zeitwahrnehmung forscht: „Wieso scheint die Zeit immer schneller zu ergehen, je älter wir werden? Weshalb scheint der Rückweg meist kürzer zu dauern als der Hinweg? Oder wieso vergehen angenehme Situationen schneller als unangenehme?“ Ich fand sowohl ihre Themen als auch ihren Werdegang sehr inspirierend. In der aktuellen Episode aus dem September geht es darum, wie Desinformation und Fake News sich korrigieren lassen. Die Kommunikationswissenschaftlerin Clara Christner berichtet über Debunking, Fact-Checking und Medienkompetenz.

KI als Thema im Podcast

Zum Thema KI gibt es unzählige auf meiner Liste noch zu entdeckender Podcasts. Herauspicken kann ich zwei. Der erste versteht sich eher als Podcast für Digitalisierung im Unterricht, mit einem Host, der KI immer wieder für seine Praxis im Unterricht als Lehrer ausprobiert und darüber berichtet: Florian Nuxoll in „Doppelstunde“. Florian Nuxoll hat sich bereits wiederholt ChatGPT als „Gesprächspartner“ eingeladen – in einer Bonusfolge diskutieren die beiden unter anderem die neuen Funktionen des „Advanced Modus“ von ChatGPT. Die ermöglicht es der KI, in natürlicherer Art, als wir es bislang gewohnt waren, auf Sprachbefehle zu reagieren. ChatGPT ahmt sogar sprachliche Akzente und auch Emotionen nach. Sehr amüsant, anschaulich und erstaunlich.

KI für den Berufsalltag ist Thema im „Beyond the Prompt – How to use AI in your Company“ von Jeremy Utley und Henrik Werdelin. Gäste berichten von aktuellen und zukünftigen Einsatzfeldern von KI, die vermutlich für einen Großteil noch befremdlich klingen mögen, deshalb aber umso interessanter sind: „AI for decision making“, „Using AI for augmenting thought and memory“. Interessanterweise auch hier noch einmal ein Verweis auf das Lesen – in der Folge: „The Future of Books and Improving your Memory with AI“ thematisiert der Gast und Autor Steven Johnson unter anderem neue Formen des Lesens mit KI. Interessant finde ich das deshalb, weil die KI hier sichtbar immer mehr in die Sphären reicht, die wir bislang als menschlich und eher unantastbar gesehen haben: Erinnerung und Verstehen zum Beispiel.

Das Ich als Marke im Live-Podcast

Anderes Thema: Für das Thema Eigenmarketing empfehle ich die entsprechende Folge von „Sexy und Bodenständig“, der „Entlastungspodcast für Autor*innen“ von Alena Schröder und Till Raether, wie immer unterhaltsam und amüsant. Ich höre von den beiden eine Ambivalenz gegenüber dem Konzept „Personal Brand“. Dazu passt der kenntnisreichen Text von Debbie Millman über die Idee vom Mensch als Marke. Hier entwickelt sich dieses Unwohlsein in eine wie ich finde gut begründete Kritik. Ob die Idee, sich selbst als Marke zu gestalten, sinnvoll sein mag oder nicht, hat aber vor allem mit der Definition von Marke zu tun, der man dabei jeweils folgt. Ein breites Feld also. Interessant finde ich, dass Alena und Till in ihrem Podcast formulieren, wie ein Podcast – und vielleicht noch mehr ein Live-Podcast, als der sich die Folge präsentiert – mehr als ein guter Kompromiss in puncto Selbstvermarktung sein kann. 

Neuer Podcast der Hamburg Open Online University

Am Ende noch ein Hinweis in eigener Sache: Der Podcast für die Hamburg Open Online University (HOOU) ist mit einem Relaunch neu gestartet. Verändert ist nicht nur der Name, sondern auch das Konzept: In „Hamburg, was willst du wissen?“ sprechen Christian  Friedrich und ich abwechselnd als Hosts mit bekannten Menschen aus der Stadt über Lernangebote, die sie auf der Plattform für sich auswählen würden, um zu den Themen etwas zu lernen. Entlang ihrer Angebote unterhalten wir uns über Lernbiografien, Lernrituale, Erfahrungen und unerfüllte Wünsche. Nach einer ersten Pilotfolge mit der Vizepräsidentin für Lehre an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Frederike Masemann, waren bisher zu Gast der Musiker Enno Bunger, die Schriftstellerin und Übersetzerin Isabel Bogdan sowie der Moderator und Schauspieler Yared Dibaba. Im Januar erscheint mein Gespräch mit der Autorin, Trainerin und Speakerin Aileen Puhlmann.

Nachtrag zu den Podcastempfehlungen: Kurz nachdem ich meine Monatsnotizen hier veröffentlicht hatte, habe ich den schon öfter erwähnten Podcast „Reflektor“ von Jan Müller gehört, der sich in der letzten Folge des Jahres mit Jens Balzer unterhält. Auch das noch als Tipp für die, die nicht lesen mögen oder sich zum Lesen noch anregen lassen möchten. Jens Balzer ist allerdings nicht nur da, um über“ sein Buch „After Wolke“ zu sprechen, „Reflektor“ ist ein Musikpodcast. Jan Müller hatte seinen Gast gebeten, die fünf Alben des Jahres zu kuratieren. Gleich zwei davon stehen auch auf meiner Liste, siehe folgend – wer sich nun fragt, welche drei noch besprochen wurden, hört Reflektor.

Musik

Wir hatten Jahresende, die Alben des Jahres tauchten auf. Ich habe mindestens eins: Von allen Songs, die ich in diesem Jahr wieder und neu gehört habe, haben mich die des neuen Albums von Soap&Skin, „Torso“ am meisten beeindruckt und berührt. Es ist ein reines Coveralbum, das erfolgreiche Stücke komplett neu interpretiert. Soap&Skin – hinter dem Namen steht die österreichische Künstlerin Anja Plaschg. In einer Kritik in Vision ist von ihr zu lesen, dass sie manchmal einen Song höre und das Gefühl habe, dass noch etwas darin sei, das sie gerne hinzufügen würde. Das gelingt ihr auf ganz besondere Weise.

Großartig auch der kometenhafte Aufstieg von Zaho de Zagazan, ich reihe mich ein in die Reihe der Fans der Französin.