Podcast-Liebe

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  • Gibt es seit letztem Jahr einen neuen Podcast-Hype in Deutschland oder hat die dpa einfach eine Studie nicht richtig gelesen?
  • Sieben gute Gründe für Podcasts
  • Absage an den allwissenden Sender
  • Gute Podcasts finden: Empfehlungen zum Einstieg

Ende letzten Jahres habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt, und eigentlich erstaunt mich daran vor allem eines: Warum bin ich erst so spät darauf gekommen? Es geht um Podcasts, die ich theoretisch schon Jahre auf dem weiteren Schirm habe, erst seit einigen Monaten aber regelmäßig auf den Ohren: Beim Spazierengehen, Einkaufen und Kartoffelschälen, beim Joggen und auf dem Weg zur Arbeit. Ich höre Hintergrundinformationen zu Trump und Bannon, Debatten über Fakenews, New Work und Datenschutz, erfahre Details zu spannenden Innovationen aus der medizinischen Versorgungsforschung und lausche einem schönen Gespräch über die verschiedenen Facetten von Luxus.

Podcast-Hype in Deutschland?

Bin ich einfach „Opfer“ eines Trends, gar Booms, von dem im letzten Jahr immer wieder zu lesen war? Die dpa schrieb in einem Bericht (hier SZ) im Februar 2016, die Zahl der Podcast-Nutzer*innen habe sich von 2014 auf 2015 von 7 auf 13 Prozent erhöht, also nahezu verdoppelt. Als Quelle wird die ARD/ZDF-Online-Studie 2015 (S. 443) genannt. dpa wertet den Anstieg als eines von mehreren Indizien für eben jenen angeblichen „anhaltenden Podcast-Trend“. Übersehen worden ist dabei aber, dass man in der Studie 2015 im Vergleich zu 2014 die Frage geändert hatte (sichtbar in der Tabelle vermerkt) und nicht mehr ausschließlich nach abonnierten Podcasts gefragt hatte. Das alleine mag den Anstieg schon erklären. Schon 2016 stagnierte die so deutlich gestiegene Zahl dann auch weiter bei 13 Prozent. Viele Medien, von taz bis Spiegel, haben diesen vermeintlichen Anstieg von Hörer*innen in ihren Texten über einen angeblichen  Podcast-Boom übernommen.

Auslöser: Wissenschaftspodcasts

Kein Hype, kein Trend: Der Auslöser meiner neuen Podcast-Liebe ist klar zurückzuverfolgen. Der Funke sprang über beim „Stammtisch Wissenschaftskommunikation“, einer Veranstaltungsreihe, bei der es im November um Wissenschaftspodcasts ging. Referenten waren Daniel Meßner, der zusammen mit Richard Hemmer den empfehlenswerten Geschichts-Podcast „Zeitsprung“ herausgibt und damit historisches Storytelling praktiziert, und die Kommunikationswissenschaftlerin und Podcast-Expertin Nele Heise. Zur Vorbereitung hatte ich gleich mehrere Podcasts in relativ kurzer Zeit angehört, u.a. den Bredow-Cast vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung und den Resonator-Podcast der Helmholtz-Gesellschaft.

Auf der Suche nach meiner persönlichen Podcast-Roll

Neugierig geworden habe ich anschließend in vieles hineingehört, was mir zufällig begegnete, und bin so auf die schon recht bekannten Podcasts gestoßen, von denen diese aktuell zu meinen Favoriten gehören:

3_bild_lageLage der Nation: Polit-Podcast mit dem Deutschlandfunk-Journalisten Philip Banse und dem Juristen Ulf Duermeyer. Kenntnisreicher Hintergrund, Analyse zum aktuellen Geschehen. Ich schätze besonders die Tiefe, die vielen Details und besonders die juristische Perspektive auf die Dinge, die im Gespräch auch für Laien gut verständlich gemacht wird. Spannend, den beiden zuzuhören, die sich offenbar sehr gut vorbereiten und gute Links zum jeweiligen Podcast ergänzen.

7_bild_lila_podcastLila Podcast – ebenfalls ein Podcast zum aktuellen Geschehen, hier mit feministischer Perspektive auf die Themen. Susanne Klingner, Katrin Rönicke und Barbara Streidl, Journalistinnen / Autorinnen, sprechen über „aktuelle Themen, Debatten und interessante Gedanken, die aufgefallen und hängengeblieben sind“. Erhellend, den „Lila Podcast“ und „die Lage der Nation“ mal im Vergleich zu hören – jeweils anders und beide gut. Der Lila Podcast wird herausgegeben von Frau Lila, einer feministischen Initiative, die Frauen vernetzt und  Bildungsangebote, vor allem für die digitale Welt, macht.

8_wirmussenreden„Wir müssen reden“ – Max von Webel, der in den USA lebt und als Softwareentwickler bei Facebook arbeitet, und der Internettheoretiker Michael Seemann aus Deutschland treffen sich ca. zweimal im Monat zum Gespräch und reden ausgiebig, recht frei und intuitiv über das, was im Netz passiert – mit einer kulturell-politischen Perspektive. Beide stecken recht tief in aktuellen Netzdebatten und haben meist eine klare Meinung. Die muss man nicht immer teilen, um von diesem Podcast profitieren zu können.

1_bild_systemfehler Systemfehler – einer der Podcasts, die der zu Anfang des letzten Jahres gegründeten professionellen Podacast-Plattform Viertausendhertz angehören. Der Autor Christian Conradi ist Gründer von Viertausendherz, Redakteur bei Deutschlandradio und Producer. Bei Systemfehler geht er Fehlern, Defekten und Abweichungen in unserer Gesellschaft nach und fragt, wie viel Platz dafür eigentlich bleibt, wenn in sämtlichen Bereichen nach Perfektion gestrebt wird. Mir gefällt besonders der sensible und gute Umgang mit den Gästen, die unaufgeregte Art von Christian Conradi und die ganz unterschiedlichen Themen, die er unter dieser Fragestellung aufspürt, von Künstlicher Intelligenz bishin zum Thema Inklusion. Unter den Podcasts von Viertausendhertz gibt es sicher noch weitere Entdeckungen zu machen, und auch das Konzept der Plattform möchte ich mir noch mal genauer ansehen.

2_bild_piqdpiqd-Podcast: Als Fan der Plattform für gute, ausgewählte Texte, die Expert*innen in ihren Themengebieten bei Piqd kuratieren, also auswählen, empfehlen und  in einen größeren Zusammenhang stellen, gefallen mir auch die Piqd-Podcasts gut. Über Piqd habe ich hier schon mal ausführlicher geschrieben – wer sich für Hintergründe und die Entstehung interessiert, sollte sich den ersten piqd-Podcast anhören, in dem die Verantwortlichen Idee und das Konzept sehr gut herüberbringen.

Bewusst habe ich dann nach Podcasts von Frauen gesucht, die mit Politik/Medien/Internet zu tun haben. Hilfreich dabei war neben einem Austausch mit Anne Peter von „Nachtkritik“ auf Twitter die umfangreiche Liste von Nele Heise, die Podcasts von Frauen zu allen möglichen Themen kollaborativ sammelt. Podcasts, die ich regelmäßig höre, unterstütze ich mit einem kleinen Obulus. Denn alle Podcasts entstehen erst einmal als Hobby der Macher*innen, und selbst die bekannteren werden ihren zeitlichen Aufwand höchstens in Ausnahmen durch die Zahlungen ihrer Hörer*innen begleichen können.

Neben den Podcast von einzelnen Menschen höre ich immer wieder auch die Podcast-Angebote der öffentlich-rechtlichen Hörfunksender, die ich zum Teil schon länger kenne. Favoriten sind:

Sieben gute Gründe für Podcasts

Je intensiver ich gehört habe, desto bewusster wurden mir die großen Vorteile – so ist diese Liste mit  guten Gründen für Podcasts entstanden, die sicher noch zu ergänzen ist:

Unbegrenzte Verfügbarkeit: Podcast lassen sich überall und jederzeit hören. Mit dem Smartphone haben wir sie quasi immer in der Tasche – über die Apps lassen sich abonnierte Podcasts automatisch aktualisieren und – einmal heruntergeladen – auch offline hören.

Eine andere Sinneswahrnehmung: Informationen nehmen die meisten Menschen vorrangig visuell auf: über Texte, Bilder und Zeichnungen in Zeitungen, Büchern, Blogs und in Filmen. Beim E-Mail-Lesen, beim Schreiben, bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit. Experten schätzen, „dass etwas 85-90 Prozent der aufgenommenen Informationen über die Augen in den Organismus gelangen.“ (Kroeber-Riel 1987, zitiert in Informationspsychologie, S. 13). Es ist geradezu erholsam, wenn zur Abwechslung einmal nur der Hörsinn gefordert ist.

Bessere Konzentration: In einem Alltag voller visueller Eindrücke fällt es mir beim Hören leichter, konzentriert zu sein, auch, weil ich Podcasts fast ausschließlich über Kopfhörer höre. Während ich beim Lesen immer wieder andere visuelle Reize und Informationen ausschalten muss – vor allem online –, so ist es bei Hören einfacher, sich auf eine Quelle zu konzentrieren.

Hören und bewegen: Eines der für mich ausschlaggebenden Argumente für Podcasts ist, dass man sich bewegen kann, während man sie hört. Lernpsychologen werden vermutlich schon untersucht haben, ob man Informationen nachhaltiger aufnehmen kann, während man körperlich aktiv ist. Ich glaube ja und habe den Eindruck, das, was ich gehört habe, besser zu behalten, als wenn ich es gelesen hätte. Was noch mehr zählt: Es ist mir vor allem nach viel Arbeit am Schreibtisch ein großes Bedürfnis, mich zu bewegen. Lesen beim Joggen oder Spazierengehen funktioniert einfach nicht – Podcast hören dagegen sehr gut.

Routinearbeiten aufpimpen: Gemüse schnippeln, einkaufen, Wäsche aufhängen: Tätigkeiten, die ich ausführe, ohne groß darüber nachzudenken. Podcast hören ist eine wundervolle Ergänzung. Es stimmt zwar: Das geht an die Zeit, in der man seinen eigenen Gedanken nachsinnt oder einfach einmal an gar nichts denkt, vielleicht Musik hört. Aber es kann auch ganz erholsam sein, über Podcasts wieder auf andere Gedanken zu kommen als die, um die man gerade kreist.

Geschlossenes Ganzes mit Dialogpotenzial: Die Diskussionen über Podcasts starten in der Regel erst dann, wenn die Nutzer*innen sie gehört haben, auf den zugehörigen Websites in den Kommentaren. Über Texte im Netz dagegen wird oftmals diskutiert, ohne dass alle Beteiligten sie ganz oder überhaupt gelesen hätten. Auch Hatespeech oder Trolle scheinen eher keine Probleme zu sein. Beides ist mir zumindest in den Kommentaren der Podcast-Websites noch nicht begegnet.

Freie Formate: Podcast zeichnet eine  Form von „Unprofessionalität“ aus, im positiven Sinne des Wortes, dass es keine standardisierten Beitragslängen gibt, keine zurechtgeschnittenen Statements, dass Pausen beim Reden genauso erlaubt sind wie unfertige Sätze und Slang. Einige Podcaster*innen schätzen es explizit, im Podcast Gedanken entwickeln und zur Diskussion stellen zu können, die vielleicht noch nicht zu Ende gedacht sind, hier aber ihren Raum finden und im besten Fall weiter wachsen und reifen können. Ein weiterer guter Effekt ist, dass auch Menschen, die beruflich nicht journalistisch arbeiten, ans Mikro kommen, ihre fachliche Kompetenz einbringen oder einfach mal eine andere Herangehensweise an Themen: als Autorin, Juristin etc.. Im klassischen Radio sind sie meist nur als Gäste zu hören, in Podcast werde sie zu Macher*innen. Interessant finde ich, dass es einzelnen Autor*innen offensichtlich auch ein Anliegen ist, aus der Nische des Phänomens Podcasting herauszukommen. Philipp Banse sagte zum Beispiel in der letzten „Lage der Nation“ vom 24. Februar, er möchte den Begriff „Podcast“ am liebsten durch „Radio“ ersetzen – vielleicht weil Podcasts von vielen immer noch als umprofessionell im Sinne von „laienhaft“ wahrgenommen werden? Nicht nur angesichts der vielen Journalist*innen, die sich in Podcasts in alternativen Formaten ausprobieren, passt diese Zuschreibung aber nicht (mehr). Dass sich auch die deutsche Podcast-Szene weiterentwickelt, zeigt auch der Einblick in die deutsche Podcast-Szene bei t3n.

Verantwortung: Faktchecking im Podcast?

Ein anderer Aspekt von „Unprofessionalität“ ist Thema einer Diskussion, die Michael Seemann in „Wir müssen reden“ aufmacht. Er fragt am Anfang der 108. Folge, ob vor dem Hintergrund eines polarisierenden Meinungskampfes in den Medien, angesichts des Abdriftens verschiedener Gruppierungen in ihren Diskursen, die Sorgfaltspflicht, der Anspruch auf Wahrhaftigkeit und Professionalität nicht auch für Podcaster*innen wachsen müsse. „Wir müssen reden“ ist als Kneipengespräch konzipiert, dem man vom Nebentisch zuhören kann – aber natürlich erwächst mit einer gewissen Zahl an Hörer*innen auch eine Verantwortung. Michael Seemann ist es eher unangenehm, über Dinge zu sprechen, die man „im Vorbeigehen gelesen hat und nur zu 75 Prozent straight bekommt“.

Vielleicht aber haben gerade Podcasts ein gutes Potenzial mit dieser Verantwortung umzugehen und eine gewisse Fehlbarkeit transparent zu machen? Gerade weil sich die Autor*innen im Podcast – anders als bei vielen journalistischen Beiträgen – erlauben können, auch einmal zu sagen: „Ich bin mir da gerade nicht so sicher“ ist die Gefahr der Desinformation per se eigentlich geringer, die Verantwortung der Hörer*innen explizit größer. Unvorstellbar, dass ein Radiomoderator in laufender Sendung sagt: „Das muss ich mal eben im Internet nachschauen“, oder „ich weiß es gerade nicht, vielleicht weiß es jemand von euch“. Im Podcasts kommt das immer mal wieder vor, genau wie der Hinweis an die Hörerschaft, man müsse sich erst noch einmal schlau machen und werde das Thema noch einmal aufgreifen oder in den Kommentaren Hinweise geben. Fehler sind erlaubt – Hinweise von Hörer*innen gewünscht. Es wird erst gar nicht der Eindruck erweckt, hier sitze ein allwissender Sender von gesicherten Informationen am Mikrofon.

Ich würde mir wünschen, dass etwas mehr von dieser Offenheit, etwas mehr vom Eingeständnis der eigenen Fehlbarkeit sich auch im klassischen Journalismus durchsetzen könnte. Denn diese klar kommunizierte Haltung überlässt eine Restverantwortung dem Publikum, das aufgefordert ist, wachsam zu bleiben, auch andere Informationsquellen heranzuziehen und gegebenenfalls Zweifel zu äußern, Informationen zu hinterfragen, vielleicht auch eigenes Wissen beizutragen.

Wie finde ich gute Podcasts?

Meine eigene Podcast-Roll ist erst im Entstehen. Weit entfernt davon, einen wirklichen Überblick zu haben oder gar Geheimtipps geben zu können, möchte ich hier – als Ergänzung zu den bereits im Text genannten Podcasts – noch ein paar weitere Empfehlungen loswerden – eine Liste die sicher noch wachsen wird. Auf Twitter habe ich vor Kurzem eine Liste mit den Podcasts angelegt, die einen eigenen Twitter-Account haben, bei einigen habe ich den der Macher*innen gelistet. Es sind Podcasts, über die ich weiter auf dem Laufenden bleiben möchte, weil sie mich gleich beim ersten Hören angesprochen haben, oder solche, die ich noch höre möchte.

Erste Empfehlungen

Kleiner drei: Der Podcast zur Autor*inneplattform <3, mit Themen rund um Politik und Popkultur und Herzensthemen von Menschen mit feministischer Haltung. In den Folgen, die ich gehört habe, ging es um den Women’s March in Washington: Die Aktivistin Deanna Zandt im Gespräch mit Anne Wizorek. In der aktuellsten Folge geht es um eine Abkehr von Twitter und Alternativen für das soziale Netzwerk – zum Beispiel einfach mal analog sein.

Anekdotisch Evident: Mit reinen „Laber-Podcasts“ kann ich weniger anfangen, mit Podcasts wie diesen, die mir soziologisch-philosophisch gefärbte Einblicke die Alltagskultur bieten, dagegen sehr viel. Das Konzept der Journalistin/Autorin Katrin Rönicke (die auch beim Lila Podcast und bei piqd zum Team gehört) und der Autorin Alexandra Tabor liegt in der Konkretisierung  wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Verknüpfung mit Anekdoten aus der persönlichen Erfahrung. Der Podcast ist gerade erst gestartet, die erste Folge handelt von Luxus und ist hörenswert. Ich habe Alexandra Tabor schon in einem anderen Podcast gehört – und ihre schwungvolle, pointierte Art zu reden von Anfang an gemocht- im Duo mit Katrin Rönicke noch mal hörenswerter.

Mutti und ichDie Journalistin /Autorin Marietta spricht mit ihrer Mutter – am Telefon, bei Besuchen. „Wir sollten unsere Mütter befragen, solange sie leben. Denn jede hat ihre eigene Geschichte. Und vielleicht kennen wir sie gar nicht so gut, wie wir denken“, sagt Marietta Schwarz. Den Gesprächen mit ihrer Mutter kann man stundenlang lauschen, was sicher auch viel mit dieser eben besonderen Mutter zu tun hat. Weitere Gespräche sollen folgen, von anderen Kindern über andere Mütter. Irgendwann, so heißt es auf der Website, könnte so ein Mütter-Archiv entstehen. Ein schönes, inspirierendes Projekt.

Übermedien: Der Podcast zum Medienblog von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz. In den Podcasts unterhalten sich Stefan Niggemeier und Sascha Lobo. Meine Lieblingsfolge ist die Nummer drei (von insgesamt vier, mit Abständen, die immer größer werden) „Mehr Ächtung wagen“, in der die beiden über den „richtigen“ journalistischen Umgang mit der AfD diskutieren. Sehr gute Gedanken, zwei unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema, die gerade dadurch besonders sichtbar werden, dass die zwei sich im Gespräch ganz schön im Kreis drehen.

Reihen

Böll Spezial: Themenreihen der Heinrich-Böll-Stiftung, mich hat besonders das aktuelle über Digitalen Wahlkampf interessiert, von Social Bots bis Microtargeting.

New Work: Zehnteilige Serie bei Deutschlandradio Kultur: Inga Höltmann gibt Einblicke in die durch Digitalisierung geprägte Arbeitswelt und spricht mit Menschen, die neue Modelle erproben oder die Entwicklungen analysieren – von digitalen Nomaden über Personalberaterinnen für Jobsharing bis hin zu Experten für digitale Führungsmodelle.

Wer selbst suchen möchte: Es gibt die Podcast-Suchmaschine fyyd, noch in der Beta-Phase, in der sich nach Stichworten und einzelnen Gebieten wie Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur suchen lässt. Auf der Seite Wissenschaftspodcasts.de kuratiert ein Team von Wissenschaftspodcaster*innen das Angebot aus dem Bereich Wissen und Wissenschaft.

In Zukunft möchte ich meine Fühler noch in Richtung USA ausstrecken. Dort spielen Podcasts eine viel wichtigere Rolle als bei uns  – sicher auch deshalb, weil es kein so umfangreiches Angebot an öffentlich-rechtlichen Sendern gibt. Darauf neugierig gemacht hat mich übrigens die aktuelle Folge von Frequenz 4000, in der Christian Conradi mit der Produzentin, Reporterin und Journalistin Luisa Beck über die US-Podcastszene und Unterschiede zu Deutschland spricht. Frequenz 4000 ist der Meta-Podcast von Viertausendhertz, in dem die Gründer*innen des Labels berichten, wie es ist, ein Podcast-Label zu betreiben und weiterzuentwickeln.

Was andere empfehlen

Die Journalistin und Bloggerin Eva Schulz hat ein paar gute Fundstücke in ihrer Blogroll, die vor allem englischsprachige Podcasts enthält – ihr verdanke ich den Hinweis auf den Mutti-Podcast.

„Diese Podcasts sollten Sie hören“ – findet die Süddeutsche Zeitung, mit 50 Podcast-Tipps zum Sommer 2016, sortiert nach Themenbereichen

5 empfehlenswerte Literaturpodcasts aus dem Blog Literaturtourismus (April 2016)