„Geht alles gar nicht!“ Zwei müde Väter zur Vereinbarkeit

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Foto: Rowohlt

„Wir sind permanent müde, haben Ringe unter den Augen und schlafen schlecht“ (Marc Brost, Heinrich Wefing)

Es ist ein gutes halbes Jahr vergangen, seit die beiden Journalistinnen Britta Sembach und Susanne Garsoffky die „Alles-ist-möglich-Lüge“ entlarvt haben und mit ihrem erfolgreichen Buch analysierten, wo es ihrer Meinung nach hakt bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Jetzt legen zwei Männer nach, die als Väter ebenso desillusioniert zu dem Fazit kommen: „Geht alles gar nicht“. Marc Brost und Heinrich Wefing sind ebenfalls Journalisten, beide bei der ZEIT. Anders als die beiden Autorinnen haben sie ihren Job jedoch trotz des erlebten Scheiterns offensichtlich weder gekündigt, noch haben sie ihre Arbeitszeit reduziert. Geht das in ihrem Job gar nicht? Brost ist Leiter des Hauptstadtbüros, Wefing arbeitet in der Redaktion Politik.

Geschichten von Vätern

Beide hatten bereits Anfang letzten Jahres in der ZEIT über ihre eigene Zerrissenheit berichtet, von der Unmöglichkeit, ihre Rollen als aktive Väter, aufmerksame Partner und engagierte Arbeitnehmer auf einen Nenner zu bringen. „Geht alles gar nicht“ ist aber mehr als nur die Langversion ihres viel zitierten journalistischen Beitrags. Brost und Wefing haben sich umgehört, ausgehend von ihren eigenen desillusionierenden Erfahrungen mit anderen Vätern gesprochen. Grundsätzlich ein guter Ansatz, der die beiden von dem Verdacht befreit, hier hätten zwei Akademiker ihre persönliche Befindlichkeit zum gesellschaftlichen Missstand erhoben. Sie präsentieren allerdings keine einzige Familie, die in den Augen der beiden Autoren als Vorbild dienen dürfte. Aber so soll es eben sein: Geht ja auch alles gar nicht.

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die Unvereinbarkeit

Ausgehend von diesen persönlichen, vielseitigen Geschichten skizzieren Brost und Wefing die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass Frauen wie Männer sich heute permanent überlastet fühlen, sobald sie versuchen, Beruf und Familienleben zu vereinbaren. Viele Studien zitieren sie dafür und holen weit aus, um zu zeigen, was das Dasein für Familienväter und beruflich erfolgreiche Menschen aus ihrer Sicht so anstrengend macht: Sie leiden im Alltag einer durch Globalisierung und Digitalisierung beschleunigten Gesellschaft. Sie sehen sich verschiedenen und neuen Rollenerwartungen konfrontiert, für die die Vorbilder fehlen. Sie fühlen sich bedrängt, weil die Arbeit immer mehr in unser Privatleben drängt. Und sie kämpfen mit dem Perfektionismus der modernen Väter. Ihren eigenen Handlungsspielraum erleben die Autoren unter diesen Voraussetzungen offensichtlich als nicht existent: Handy am Wochenende ausschalten? Geht ja gar nicht. Im Hamsterrad blickt man immer nur auf die nächste Stufe:

„Und ob es dringend ist, entscheidet nur einer: dein Chef. Deswegen ist es auch eine Illusion zu glauben, du könntest das Smartphone übers Wochenende einfach mal ausschalten. Denn was würde geschehen? Du hättest zwar zwei Tage Ruhe. Deine Kollegen aber würden weitermailen, sie würden sich gegenseitig mit Ideen bombardieren, und dein Chef würde ständig neue Projekte anregen.“ 

Die Folgen seien fatal: permanente Überforderung in Job und Familie, erschöpftes Schweigen in der Partnerschaft und immer mehr Paare, die genau deshalb keine Kinder mehr wollten.

„Vereinbarkeitslügner“

Wer unter diesen Voraussetzungen noch die Vereinbarkeit propagiere, lüge, so die Autoren: die Arbeitgeber, die Politik und auch einige Frauen. Besonders mit der Familienpolitik gehen sie dabei zu Recht hart ins Gericht, wie auch schon Britta Sembach und Susanne Garsoffky in ihrem Buch. Gut und wichtig, dass auch sie hier die Schwachpunkte und Absurditäten – allen voran das Ehegattensplitting – klar benennen. Kann man gar nicht oft genug sagen und schreiben, so empörend ist das. Wer aber in diesem Kapitel noch fehlt, ist eine bestimmte Kategorie von Männern. Solche, die sich denken, „wird schon irgendwie gehen“ – wenn sie ihren Nachwuchs planen. Männer, die sich das theoretisch alles gut vorstellen können: toller Job, erfolgreiche Partnerin und dann auch noch Kinder, die man beim Aufwachsen begleiten möchte. Männer, die nichts in ihrem Leben ändern wollen und erst wach werden, wenn sie dann wirklich Väter sind, um erschöpft festzustellen: „Geht alles gar nicht“. Man hat den leisen Verdacht, ein wenig so könnte es auch bei den Autoren selbst gelaufen sein. Und vielleicht ist es einfach eine irrige Vorstellung von Vereinbarkeit, an der Brost und Wefing sich abarbeiten, aber zu diesem spannenden Punkt kommen die zwei dann leider nicht mehr. Sie stecken ihre Grenzen klar ab:

„Wenn wir ehrlich sind, ganz ehrlich, wollen wir keine Abstriche machen.“ 

Ein zentraler, aufrichtiger und der wohl wichtigste Satz im Buch. Man muss ihn sich vor Augen halten, um das schräge bis ärgerliche Kapitel „statt einer Lösung“ am Ende zu verstehen, in dem die Autoren versuchen zu erklären, warum ihre scharfe Analyse für ihren Alltag keine weiteren Konsequenzen haben wird. Denn die Ursachen für das, was ihnen das Leben schwer macht, liegen für Brost und Wefing außerhalb dessen, was sie beeinflussen könnten.

„Die Kräfte, die da draußen am Werk sind, übersteigen die Macht des Einzelnen“.

Aber wo, wenn nicht zuerst bei sich selbst, könnte man wohl ansetzen, um etwa der als Fessel empfundenen Beschleunigung zu entkommen? Und kann man es wirklich einfach so hinnehmen, dass dieses eine Leben mit Kindern, das ja nun unwiederbringlich ist, zur „Hölle“ wird? Kaum zu glauben, dass da nicht einmal die Frage aufkommt, was man selbst ändern müsste, damit „die Arbeit ins Leben passt und nicht umgekehrt“ (Marcus Flatten, Weihnachtskarte 2014 von „Mann beißt Hund“).

Warten auf den gesellschaftlichen Wandel

Brost und Wefing haben sich für das Hoffen und Warten auf morgen entschieden. Darauf, dass sich in einigen Jahren ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen haben wird. Ihren eigenen Anteil sehen sie darin, die Geschichten ihres eigenen Leidens zu erzählen. Später wollen sie einmal ihren Enkeln davon berichten – für sie offensichtlich eine versöhnliche Vorstellung und Motivation genug, dieses Buch geschrieben zu haben. Dafür haben sie „auf einen Spaziergang im Morgennebel und das Lesen eines Romans“ verzichtet, sind morgens „noch ein paar Stunden früher aufgestanden“. Spätestens hier wird klar: Es ist nicht der Ansatz der beiden, gesellschaftliche Entwicklungen, deren Notwendigkeit sie klar erkennen, durch ihr eigenes Handeln voranzutreiben. Revolution von unten ist nicht ihre Sache. Sie wollen ihren Job nicht schmeißen, sagen sie. Das ist nachvollziehbar. Dass man jedoch auch im eigenen System Veränderungen einfordern und vorleben könnte, nicht zuletzt aus Solidarität mit den Frauen sogar müsste, scheint nicht einmal einen Satz oder eine Überlegung wert. Und genau das ist ärgerlich. Denn die müden Männer, die sich aufgerafft haben, ihr Leid niederzuschreiben, machen am Ende doch nur das, was so viele andere, viel weniger moderne Väter auch tun: Sie arbeiten mit Kindern so weiter, als habe sich nichts verändert in ihrem Leben. Abstriche zu machen, berufliche Veränderungen anzuschieben, bleibt meistens den Frauen überlassen. In gewisser Weise betreiben sie damit sogar eine Sabotage am gesellschaftlichen Wandel. Und sind damit keineswegs alleine: Gerade in dieser Woche meldet das Statistische Bundesamt, die Zahl der Männer, die bereit sind, Zeit mit ihrem Nachwuchs zu verbringen und dafür zumindest zeitweise im Job auszusetzen, habe sich sogar verringert. Im Schnitt bleiben die meisten Väter nur zwei Monate zuhause.

Wichtige Fragen erst gar nicht erst gestellt

Es ist gut und überfällig, dass hier endlich mal zwei Männer das Thema Vereinbarkeit aufgreifen. Und es ist hilfreich, dass sie beschreiben, dass auch sie unter den hohen Anforderungen von Job, Familie und Partnerschaft leiden. Aber das alleine reicht nicht aus, um von einem „Gleichberechtigungsbuch für Männer und Frauen“ sprechen zu können (Verlagswerbung).

Am Ende bleibt der Eindruck, hier wollten sich zwei aus ihrer selbst definierten Verantwortung frei schreiben. Wer so persönlich einsteigt, provoziert Fragen. Die Antworten fehlen: Haben Brost und Wefing zumindest darüber nachgedacht, haben sie versucht, ihre Arbeitszeit langfristig und entscheidend zu reduzieren? Selbst, wenn sie daran gescheitert sind: Gab es mal eine Diskussion darüber in der Redaktion? Könnte ein Büroleiter bei der ZEIT nicht bewirken, dass Mails an arbeitsfreien Tagen nicht zum Normalfall gehören? Welche Erfahrungen haben sie gemacht, als sie das Modell Jobsharing für ihre Position durchdekliniert haben? Fragen, die sich die Journalisten schon gefallen lassen sollten, wenn sie aus ihren eigenen Erfahrungen heraus schreiben. Aber sie umkreisen sie großzügig. Stattdessen tätscheln sie die überlasteten modernen Männer. Sie geben sich solidarisch mit den Frauen. Sie nehmen, ganz zu Recht,  Politiker und Unternehmern in die Pflicht. Aber – und da sind Buchtitel und vor allem das letzte Kapitel ja schon sehr ehrlich: Sie suchen nicht wirklich nach Lösungen, sondern haben sich offensichtlich erst einmal eingerichtet in der Unmöglichkeit der Vereinbarkeit.

Lässt sich Journalismus nicht mit Familie vereinbaren?

Neben all dem wirft das Buch noch eine ganz andere Frage auf. Ist es denn nun Zufall, dass innerhalb weniger Monate gleich zweimal erfolgreiche Journalistinnen und Journalisten aufgrund persönlicher, schmerzlicher Erfahrungen zu dem Schluss kommen, Eltern würden durch die Vereinbarkeitslüge getäuscht? Offensichtlich geht in einigen Redaktionen viel von dem, was in journalistischen Berichten und Kommentaren genau dieser Medien immer wieder gefordert wird, lange noch nicht. Und man scheint bei der ZEIT und auch in anderen Redaktionen doch weit hinter dem zurück zu liegen, was in ersten fortschrittlichen Unternehmen und Organisationen heute schon möglich ist. Nach offiziellen Aussagen gibt es bei der ZEIT und beim Springer-Verlag Teilzeitstellen für Redakteure, auch in leitenden Stellen. Eine Recherche, wie das in der Realität aussieht, steht noch aus. Aber es gibt auch hier Licht am Horizont: Die freie (sic!) Journalistin und Herausgeberin sowie Redakteurin des Missy Magazine Stefanie Lohaus hat zusammen mit ihrem Partner Tobias Scholz auch ein Buch geschrieben: „Papa kann auch stillen“. Ich bin durch die Rezension von Lisa Seelig bei Edition F darauf aufmerksam geworden, und es gibt auch eine Website zum Buch – gelesen habe ich es noch nicht. Das Paar berichtet von den Erfahrungen einer gleichberechtigten Partnerschaft, und scheint dabei die Hürden und Tücken genauso wenig auszulassen wie die notwendigen politischen Forderungen. Noch ist das „ein Experiment“. Für die, die wirklich Lust auf Kinder, Liebe und Beruf haben, scheint es das bessere Buch zu sein.

Marc Brost, Heinrich Wefing: Geht alles gar nicht. Warum wir Kinder, Liebe und Beruf nicht vereinbaren können. Rowohlt, 240 Seiten, ISBN 978-3-498-00415-6, als E-Book; eine Leseprobe.

Stefanie Lohaus, Tobias Scholz: Papa kann auch stillen. Wie Paare Kind, Job & Abwasch unter einen Hut bekommen. Goldmann, 224 Seiten, ISBN: 978-3-442-15831-7, als E-BookLeseprobe bei Edition F.

Für alle, die die Diskussionen zum Buch und zum Thema weiterverfolgen möchten, sammele ich hier weitere Rezensionen.habe ich hier einen Monat lang weitere Rezensionen gesammelt. Viele schätzen das Buch, weil es offensichtlich einen Nerv trifft, Wahrheiten ausspricht und vor allem einigen Männern aus der Seele zu sprechen scheint. Die, die „Geht ja alles gar nicht“ wie ich kritischer sehen, stören sich an der unpolitischen Haltung der Autoren und immer wieder auch am larmoyanten Ton. Ich empfehle zur Lektüre den Beitrag im Blog von Thomas Zimmermann (7.4.) und in der SZ von Verena Mayer (20.4.).

Was mich bei der Rezeption nach den ersten Wochen am meisten wundert: Selbst die, die im Buch als „Vereinbarkeitslügner“ mit verantwortlich gemacht werden, empfehlen das Buch weiter. Wer fühlt sich eigentlich angesprochen von der Kritik, die hier doch recht deutlich wird? Brost und Wefing beschreiben ihr Leben als „Hölle“, weil sie sich aufgerieben fühlen zwischen Beruf und Familie. Was macht ihr Arbeitgeber? DIE ZEIT druckt ein Kapitel ab. Ohne Kommentar. Eher stolz, so scheint es. Heiko Maas empfiehlt das Buch auf Twitter am Tag des Buches (er empfiehlt es als Vater, wie er auf meine Nachfrage äußert, was er denn als Politiker zu den Vorwürfen und Fragen sage). Nun ist er nicht gerade für die Familienpolitik zuständig, aber als SPD-Mann doch immerhin an einer Regierung beteiligt, die mit der SPD-Ministerin Schwesig die Familienarbeitszeit propagiert – ein Modell, das Brost und Wefing als typisch für die fehlgeleitete Familienpolitik sehen. All das lässt mich ratlos zurück, und ich habe den Verdacht, dass es erst einmal reichen muss, „dass man mal darüber gesprochen hat“. Denen, die jetzt Kinder haben und die wirklich daran interessiert sind, mehr Zeit mit ihnen verbringen zu können, wird das nicht genügen.

31.1.2014: Geht alles doch von Wolfgang Lünenburger Reidenbach (Blog Haltungsturnen) Replik auf den Beitrag in „Die Zeit“ im Januar 2014

6.2.2015: Die Lüge von der Vereinbarkeit (Wirtschaftswoche) von Ferdinand Knauß

25.3.2015: Sex, Karriere und Familie passen nicht zusammen (Tagesspiegel) von Friehard Teuffel

27.3.2015: Gehetzte Eltern leiden unter Vereinbarkeitslüge (Deutschlandradio Kultur) von Marc Brost

27.3.2015: Warum das Gerede von der Vereinbarkeit ein Lüge ist (Die Welt) von Peter Praschl

28.3.2015: Familie und Karriere – Eltern können nicht alles haben (stern.de) von Viktoria Reinholz

ohne Datum: Zwei Väter packen aus: Geht alles gar nicht (Blog self lab) von Sascha Schmidt

31.3.2015: Alles ist möglich? Vereinbarkeitslüge, Feminismus und Fortschritt (Blog Digitale Tanzformation) von Robert Franken

31.3.2015: Kinder sind keine Privatsache (Deutschlandradio Kultur) von Barbara Sichtermann

1.4.2015: Ihr wollt Kinder? Dann bekommt sie doch einfach. Und: Hört auf zu jammern!  Ein Rant von Nina Diercks

7.4.2015: Zwischen Vereinbarkeitslüge und verlogener Betroffenheit im Blog von Thomas Zimmermann

8.4.2015: Familien: Das Hamsterrad als Dauerzustand bei Edition F – kurze Beschreibung von Lisa Seelig mit Auszug aus  Kapitel „Hypertasking“

13.4.2015: Jetzt reden die Väter, Kolumne „Frauensache“ bei Rheinische Post online

13.4.2015: Geht alles gar nicht … von Katri Kemppainen-Bertram (Blog KarriereFamilie)

17.4.2015: Die ewige Vereinbarkeitsdebatte. Und die Lösung. von Isabel Robles Salgado (Blog „little years)

20.4.2015: Männer-Dilemma: „Geht alles gar nicht“ , Interview mit Marc Brost in „Die Frühaufdreher“ bei Bayern 3.

20.4.2015: Erschöpfung von Verena Mayer in Süddeutsche Zeitung

ohne Datum: Geht alles gar nicht – Interview mit den Autoren im Debattenmagazin „Berliner Republik“ von Michael Miebach und Nane Retzlaff

Am 7. Mai gibt es im Forum der Körber-Stiftung eine Diskussion (auch per Livestream) mit den beiden Autoren, Andrea Nahles, Chris Köver (Missy Magazine) und Peter Lohmeyer: „Die Hölle der Vereinbarkeit“

6 Gedanken zu „„Geht alles gar nicht!“ Zwei müde Väter zur Vereinbarkeit

  1. Habe deinen Text gerade noch einmal gelesen, weil ich über die Ankündigung der langen ZEIT Nacht gestolpert bin, wo die beiden Autoren eine Diskussion unter folgendem Titel moderieren: „Es ist die Hölle: Warum wir Kinder, Liebe und Karriere nicht vereinbaren können“. Das geht mir schon über die Hutschnur, wenn zwei materiell sicher privilegierte Menschen in einem reichen Land wie dem unseren sagen, Kinder zu haben sei die Hölle – nur weil sie es offenbar nicht schaffen, ihre Lebensumstände mit ihrer Vaterschaft in Einklang zu bringen. Wer hätte bessere Chancen dazu als sie? Ich kann mir auch ständig mit dem Hammer auf die Finger hauen und sagen „Es ist die Hölle“.

    • Das mit der Hölle ist natürlich zu einem guten Teil Inszenierung: Da trauen sich zwei, die Wahrheit auszusprechen, und das muss dann drastisch klingen. An anderer Stelle schreiben sie: “Denn bei aller Erschöpfung: Es ist wunderschön, Kinder zu haben. Sie sind das Beste, was uns je widerfahren ist”. Klingt dann im Zusammenhang beides nicht so richtig glaubwürdig. Wenn ich beide Sätze ernst nehme, ist es für mich so wenig nachvollziehbar, dass sie sich damit zufrieden geben, dass alles so bleibt wie es ist – in ihrem Leben.

  2. Stimmt leider, dass das Abschlusskapitel „Statt einer Lösung“ seltsam unmotiviert wirkt. Deswegen habe ich in meiner Kritik am Ende auch lieber betont, welche Ziele für einen Wandel identifiziert wurden. Daran kann dann jede(r) arbeiten: „Es braucht gesellschaftliche Veränderungen, politische Reformen, ein Umdenken in den Unternehmen.“

    Ganze Kritik hier: http://popshot.over-blog.de/2015/04/brost-wefing-geht-alles-gar-nicht-sachbuch.html

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